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 Meditation mit den Chartres-Tafeln

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Immer wieder einmal setzen wir den Meditationsseminaren setzen wir diese besondere Form der Meditation ein – das Tafelmaterial wird in den Kursen gestellt.

Chartres-TafelnEuropa hat in den "TAFELN VON CHARTRES" seine eigene archaische Meditationstechnik über die Augen eine ganz besondere Anleitung für die Achtsamkeit des Herzens und den Blick ins NICHTS, die in der Wirkung den östlichen Meditationsformen absolut ebenbürtig ist. Die Methode geht zurück bis ins Mittelalter und wurde uns von französischen Zigeunern überliefert. Sie besteht in einer Wahrnehmungskontemplation von Farbtafeln, die uns seelische Klarheit bringt, intuitive Fähigkeiten weckt und schließlich in tiefe Versenkung und zum Erlebnis der Einheit führen kann.
Die Wirkung: Tiefe Ruhe und Entspannung stellen sich ein, mit fortschreitender meditativer Versenkung kann es zu einem tiefgreifenden seelischen Reinigungsprozess mit intuitiven Einsichten kommen. Wenn dieser abgeschlossen ist, öffnen sich Blick und Zugang zum spirituellen Raum, der Erfahrung der Einheit aller Dinge und Wesen. Die Grenzen zwischen innen und außen verwischen immer mehr und lösen sich schließlich auf, ein Zustand, der in allen echten Meditationsformen angestrebt wird und für den es keine Worte mehr gibt. 
Auf psychotherapeutischer Ebene lassen sich mit dieser Methode ähnliche Effekte der Trauma-Auflösung erzielen wie bei EMDR. Lediglich die Situation ist eine andere. Während man bei EMDR in die vorgestellte und wiedererlebte Traumasituation hineingeht und dann mit den heilenden Augenbewegungen die Reaktionsreste löscht, blickt man mit den CHARTRES-Tafeln entspannter auf das Geschehen und fixiert sich nicht von vornherein auf ein bestimmtes Erleben, sondern schaut erst einmal, "was kommt". 

Diese Meditation der Zigeuner wurde über Jahrhunderte hinweg geheim gehalten und erst 1977 von Pierre Derlon in seinem Buch "Die geheimen Gärten der Einweihung" zum ersten Mal veröffentlicht.
chartrestafeln-meditation-2012-gelb-okDarin beschreibt er eine Meditation, in der der Meditierende sechs vor ihm liegende flächengleiche Tafeln betrachtet, zwei runde, zwei auf der Spitze stehende quadratische und zwei rechteckige. Jede der drei Formen ist einmal in roter und einmal in blauer Farbe gehalten. Die Zigeuner nennen diese Meditationstafeln "Die Tafeln von Chartres", weil sich zeigen lässt, dass der Grundriss der Kathedrale von Chartres auf diesen drei Formen aufbaut.
Für diese Kontemplation braucht man den "Kreuzblick", eine Art Schielen bei gleichzeitiger Entspannung (auch "weicher Blick" genannt), der aus zwei Teilbildern ein räumliches Bild (Stereobild) entstehen lässt. Dieser Blick wird von uns täglich verwendet ohne dass uns das bewusst ist, nämlich wenn wir beim Lesen nah fokussieren.
Bei diesem Schielen entsteht zwischen den beiden Bildern ein virtuelles drittes Bild, das einen faszinierenden räumlichen Eindruck bietet.
Der Meditierende zieht sich in seinen "Garten der Einweihung" zurück,setzt sich vor die ausgelegten Tafeln (siehe Abbildung) und nimmt diese so in den Kreuzblick, dass sich die beiden Tafeln zur Mitte hin scheinbar verdoppeln und schließlich zu einer einzigen dritten Tafel in der Mitte zwischen den beiden äußeren Tafeln werden.
Diese dritte Tafelreihe scheint vor der Bildebene zu schweben und pendelt zunächst zwischen den Farben Blau und Rot hin- und her. Nach einiger Zeit entsteht ein grau-violetter Farbton und das Bild kommt zur Ruhe. Das ist dann ein Zeichen dafür, dass die beiden Gehirnhälften im Zustand der Synchronisation sind. Zugleich stellt sich ein tiefes Entspannungsgefühl ein, das schließlich den Weg öffnet für tiefere Versenkungszustände und spirituelle Einsichten.
Starten sie am besten einen Selbstversuch mit der Chartres-Tafel auf  -> dieser Seite
Das ist die Grundübung, das Fokussieren, das man auch von Sehschulen (Augentraining) her kennt. Die eigentliche Übung, die Hauptübung oder Meditationsübung, geht über dieses "Sehtraining" weit hinaus.Denn diese Art der Wahrnehmung ist der Blick ins NICHTS-ETWAS, man sieht etwas dort, wo eigentlich NICHTS ist. Man erblickt damit die grundlegende spirituelle Wahrheit aller Existenz, die man als NICHTS-UNENDLICH bezeichnen könnte: Das NICHTS, das ABSOLUTE bleibt immer, was es ist und manifestiert sich doch ständig in unzähligen Formen!
In dieser Verbildlichung der spirituellen Wahrheit allen Lebens liegt das Geheimnis dieser Meditation, wie es im Bauplan der Kathedrale von Chartres dargestellt ist.

Im Kreis zeigt sich das ABSOLUTE, ohne Form, Farbe, weitere Eigenschaften, das buchstäbliche NICHTS, es begegnet uns auf unbewusster Ebene beim Eintritt in die Kathedrale. In der sperrigen, quadratischen Raute erleben wir das Symbol der Materie, unser schicksalhaftes Geworfensein in die materielle Welt, zur "Quadratur des Kreises" (alles Geschaffene, Vergängliche ist NICHTS als EWIGKEIT) kommen wir schließlich im Altarraum in der Form des Rechtecks (symbolisch für das letzte Abendmahl stehend; Jesus inmitten der 12 Apostel ist ein Sinnbild für die Einheit des Lebens in allem Geschaffenen: Der EINE GEIST drückt sich in allen 12 Tierkreiszeichen aus). Wer sich länger meditierend auf die Symbole einlässt, kann tatsächlich intuitiv erleben, dass Kreis und Raute in dieser Form "dem inneren Sinn nach" im Rechteck verschmelzen.  Weiterlesen...

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Literatur:
Pierre Derlon: Die Gärten der Einweihung, Sphinx Verlag, Basel 1978
George Pennington: Die Tafeln von Chartres, Patmos-Verlag (Paperback)

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