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Sri Ramana Maharshi - die Gespräche

ramanaEine wunderbare Impulslektüre. Jeder Satz ist aus dem Erleben und der Verkörperung der tiefsten Wahrheit allen Seins gesprochen und dringt unmittelbar in unser Wahres Wesen.
Die "Gespräche" (Talks with Sri Ramana Maharshi) begleiten mich seit vielen Jahren. Schon als Psychologie-Student in Regensburg habe ich jeden Tag zur Meditations-Einstimmung einige Sätze auf mich wirken lassen. Selvarajan Yesudian sagte einmal in der Yoga-Sommerschule im Tessin so zutreffend über dieses Buch: "Jeder Satz ist tonnenschwer". Dazu fällt mir sofort ein Satz ein, der mir - wie so vieles andere - besonders hängen geblieben ist. Jemand fragte im Sri Ramanasramam nach dem Wesen des Mörders und von Mord und der Strafe dafür. Und Sri Ramana Maharshi antwortete: "Welche Kraft zwingt den Mörder, sein Verbrechen zu begehen? Diesselbe Kraft spricht ihm auch das Urteil!"
Zwei wichtige Stichworte können (unter anderem) die Kernausssage der Gespräche (Talks) beschreiben: "Tiefschlaf" und "Weltenkino": Wir leben immer in der Befreiung des Tiefschlaf-Zustandes, nur sehen wir es nicht, weil das Alltagsbewusstsein das überlagert. Und kein Gleichnis für das Weltgeschehen ist wohl so treffend wie das Bild von der Kinoleinwand für den Zustand des Reinen Bewusstseins, der dem ganzen Weltall zugrunde liegt. Alles geschieht - und doch geschieht NICHTS! Ein Buch, das für jeden, der wahrhaft auf der Suche ist, uneingeschränkt zu empfehlen ist, besonders in einer Zeit, in der eine wahre Flut irreführender Bücher den Markt überschwemmt.  
Hier zur Einstimmung einige Auszüge (FR= Frager | M= Maharshi)  Mehr zu Ramana Maharshi...
FR: Wenn sich in mir das Selbst offenbart - hilft das anderen?
M: Ja, ganz gewiß. Es ist die bestmögliche Hilfe. Es gibt aber gar keine anderen, denen geholfen werden müßte. Denn das verwirklichte Wesen sieht nur das Selbst, genau wie der Goldschmied nur das Gold in den unterschiedlichen Schmuckstücken sieht, wenn er sie abschätzt. Nur, wenn Sie sich als diesen Körper betrachten, gibt es Formen und Gestalten. Überschreiten Sie diese Vorstellung, dann verschwinden auch die andern zugleich mit Ihrem «Ich-bin-der-Körper-Bewußtsein».
FR: Ist das mit Pflanzen, Bäumen usw. ebenso?

M: Gibt es die überhaupt ohne das Selbst? - Finden Sie das heraus. Sie meinen, Sie sehen sie. Dieser Gedanke ist aus Ihrem Selbst gekommen. Suchen Sie herauszufinden, woher er aufsteigt; dann werden die Gedanken aufhören aufzusteigen, und nur das Selbst ist noch vorhanden.
FR: Ich verstehe das theoretisch; die Umwelt ist aber immer noch vorhanden.
M: Ja. Es ist wie im Kino. Da ist die beleuchtete Leinwand, und die Schatten, die darüberhuschen, machen auf den Zuschauer den Eindruck der Darstellung eines Stückes. Ebenso wäre es, wenn in dem gleichen Stück auch eine Zuschauerschaft gezeigt würde. Die Zuschauer und das Geschaute würden dann nur die Leinwand sein. Wenden Sie das auf sich selbst an. Sie sind die Leinwand; das Selbst hat das «ich» hervorgebracht, das «ich» gibt seine Gedanken dazu, die sich als Welt, als Bäume, Pflanzen usw. darstellen, nach denen Sie fragen. In Wirklichkeit ist alles dieses nichts als das Selbst. Wenn Sie das Selbst erfahren, dann werden Sie sehen, daß Es alles ist, überall und immer. Es gibt nichts anderes als das Selbst.
FR: Ja, und doch verstehe ich es immer noch nur theoretisch. Aber die Antworten sind so einfach und schön und überzeugend.
M: Schon der Gedanke: «Ich erkenne Es nicht», ist ein Hindernis. Es ist tatsächlich so: Nur das Selbst ist.

 

Jemand stellte die Frage nach dem Wesen des Glücks.
M: Glaubt jemand, daß er sein Glück äußeren Ursachen und seinem Besitz verdanke, dann ist es logisch, wenn er daraus den Schluß zieht, daß sein Glück größer werden müsse mit dem Größerwerden seines Besitztums, geringer mit dessen Schwinden. Demnach müßte sein Glück gleich Null sein, wenn er gar kein Eigentum mehr besäße. Wie steht aber die tatsächliche Erfahrung dazu? Stimmt sie mit dieser Vorstellung überein?Im Tiefschlaf besitzt der Mensch nichts, nicht einmal den eigenen Körper - er weiß nichts von ihm. Statt unglücklich zu sein, ist er jedoch überaus glücklich. Jeder wünscht sich tiefen Schlaf. Daraus geht hervor, daß das Glück dem Menschen innewohnen muß und nicht auf äußeren Ursachen beruht. Man braucht nur das Selbst zu verwirklichen, um sich alles Glück zugänglich zu machen.

Aus Ramana Maharshi: Gespräche des Weisen vom Berge Arunâchala,
ANSATA-Gesamtausgabe, Ansata Verlag Interlaken

Hier aus dem Umschlagtext zum Buch: 
"Zu den großen Gestalten des spirituellen Lebens in diesem Jahrhundert gehört Sri Ramana Maharshi (1879-1950) von Tiruvannamalai am Fuße des heiligen Berges Arunâchala in Südindien. Bereits als Sechzehnjähriger wurde er einer mystischen Todeserfahrung teilhaftig. Dieser in voller Bewusstheit durchlebte mystische Tod wurde für ihn zum Durchgangstor und zur Geburt des wahren Selbst, dessen er fortan immer gewahr blieb. Ramana Maharshi lebte ganz schlicht am Fuße des heiligen Berges. Tausende von suchenden Menschen sind zu ihm gepilgert - und alle fanden bei ihm den Frieden, nach dem sie sich lange gesehnt haben.
Dieses Buch bringt erstmals in einer vollständigen deutschen Ausgabe die berühmten ,Gespräche' des Meisters mit seinen Besuchern. Sie sind praktisch der einzigen großen Suchfrage ,Wer bin ich?' gewidmet, erhellen aber auch den Weg der Selbst-Verwirklichung. Sie lehren das subtile Gewahrwerden des eigenen inneren Meisters und das endgültige Erwachen zur Wahrheit. In den "Gesprächen" gibt Ramana Maharshi viele Hinweise für eine richtige Meditation und zeigt auf, wie der Mensch - jenseits einer rastlosen Gedankenflucht - des inneren Friedens und der Einheit teilhaftig werden kann.
Es gibt keine großen spirituellen Fragen und inneren Probleme, die nicht in diesem Buch vom Heiligen vom Berge Arunâchala in seiner unendlichen Güte und Weisheit beantwortet und gelöst worden sind. Ramana Maharshis "Gespräche" sind zeitlos gültige Wegmarken auf dem Pfad der Selbstbefreiung."

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