header sunset

Stellvertreter beim Familienstellen - Fragen zum Familienstellen

 Seminare FamilienstellenVarianten des Familienstellens | Wie finde ich einen Familien-Aufsteller

familienstellen.tarida.210Die beste Methode, das Familienstellen in der Praxis kennenzulernen, ist die Teilnahme als "StellvertreterIn" in einem Wochenend-Kurs. Dabei werden keine schauspielerischen Leistungen verlangt, sondern nur ein einfaches Spüren und Fühlen, wie es einem am Platz eines bestimmten Familienmitglieds geht. Es gibt also keinen Druck, eine Rolle "besonders gut" darzustellen, es geht zunächst nur um das Spüren elementarer körperlicher Empfindungen (mir wird heiß, kalt, mein Körper fühlt sich schwer oder leicht an etc., ich spüre irgendwo eine Spannung usw.) und dann um das Spüren der "eigentlichen Gefühle" wie Angst, Unruhe, Trauer, Schmerz, Freude, Liebe, Verzweiflung, Abgestoßensein etc.. Und schließlich nimmt man als StellvertreterIn wahr, in welchen Bezügen man ist, wie deutlich und wie nahe man die anderen Familienmitglieder wahrnimmt und ob es einen zu einem anderen Platz hinzieht. Das ist alles. Man braucht also keine spezielle Begabung, nur ein Offensein für alles, was geschieht. Das absolut Verblüffende an dieser Erfahrung ist, dass das veränderte Spüren und Fühlen ein tatsächliches Verhalten eines Familienmitglieds widergibt. Man ist in der Aufstellung eine - manchmal sehr stark - veränderte Person, aber kein Schauspieler, sondern eher eine Art lebender Antenne für die Persönlichkeits-Schwingungen, die von den Angehörigen dieses fremden Familiensystems ausgestrahlt werden, auch wenn diese schon längst verstorben sind.

Es gibt dafür Erklärungsversuche, die aber eher Benennungen des Beobachtbaren als wirkliche Erklärungen sind, wie etwa die Existenz eines "wissenden Feldes" oder man greift auf die "morphogenetischen Felder" nach Rupert Sheldrake zurück. Für die praktischen Wirkungen spielen diese Erklärungsversuche aber keine Rolle. Man arbeitet einfach mit diesen Widerspiegelungen, die zu einem hohen Grad die Wirklichkeit wiedergeben, bis eine gute Lösung für die Familie gefunden wird.
Häufig wird als Kritikpunkt angeführt, dass es sich bei den Reaktionen der Stellvertreter um eine Art Phantasien handelt. Das wird aber durch viele Tatsachenerfahrungen widerlegt. So kommen zum Beispiel Eigenschaften und bestimmte Erlebnisse bei Familienmitgliedern zum Vorschein, von denen bis dato der Aufstellende selbst nichts wusste und die erst bei einer nachträglichen Überprüfung früherer Familiengeschehnisse zum Vorschein kommen. Oder es benutzt ein Stellvertreter ganz spontan einen ungewöhnlichen Kosenamen für ein Mädchen, nämlich "schwarzer Kater", den man wohl schlecht einfach so phantasieren kann, der aber der Wirklichkeit entsprach. So wurde das kleine Mädchen damals von ihrem Vater angesprochen!
Aus diesem einfachen Spüren und Fühlen aller Beteiligten ergeben sich dann unter Führung des Therapeuten die nächsten Schritte, bis es schließlich zu einem Lösungsbild in der Aufstellung kommt. Zu einem intuitiv erfassten Zeitpunkt stellt sich die aufstellende Person selbst in die Konstellation, um die Schritte zur Lösung der Thematik selbst intensiv mitzuerleben.

Weitere Fragen und Antworten zu den Aufstellungen

1) Was bringt das Teilnehmen als Stellvertreter?
Das Teilnehmen als Rollenspieler ist eine besonders wirksame Methode der seelischen Weiterentwicklung und das beste Training für die soziale Wahrnehmung (was läuft wirklich ab in Beziehungen, am Arbeitsplatz usw.) und eröffnet faszinierende Einblicke in Schicksals-Zusammenhänge. Man gewinnt eine ganz neue Freiheit im Umgang mit Mitmenschen!
Die Teilnahme als Stellvertreter ist auch für Einsteiger hervorragend geeignet, die Methode des Familien-Stellens oder auch meine besondere, flexible Arbeitsweise kennen zu lernen. Ein Stellvertreter-Wochenende kann in diesem Sinne auch eine anstehende eigene Themenaufstellung gut vorbereiten.
Man wird wie von selbst einfühlsamer und intuitiver, lernt einen freieren Umgang mit eigenen Gefühlen und Glaubenssätzen und manchmal löst sich sogar nebenbei ein eigenes Thema teilweise mit auf.
Der karmische Aspekt beim Mitwirken in Aufstellungen: Man schafft sich durch das "Stehen" für die Schicksalslösungen anderer wie von selbst gutes Karma für die Lösung der eigenen Probleme, auch wenn nichts vom eigenen Thema in den Aufstellungen vorkommt: Wenn ich für andere und deren Lösungen meine Energien zu Verfügung stelle, sammle ich Guthaben auf meinem Schicksalskonto, so dass dann zur rechten Zeit auch für mich Lösungsfaktoren erscheinen, entweder in einer eigenen Aufstellung oder auf andere Weise, das ist ja dann nicht an Aufstellungen gebunden!
(Bei Interesse an einer Rollenspiel-Teilnahme einfach die Termine bei mir erfragen (089-1595668 oder Email pertler@spirituelle-reisen.de). Die Teilnahme ist auch nur an einem Tag möglich (nur Samstag oder Sonntag, falls "Vollzeit" am ganzen Wochenende nicht möglich ist)

2) Wie laufen Aufstellungen in der Gruppe ab?
Nachdem geklärt ist, wer als nächster sein Thema aufstellen möchte, wird zum Einstieg das Lebensproblem, das gelöst werden soll, ausführlich besprochen, besonders auch anhand der Ahnentafel (Genogramm), die der Teilnehmer schon vor dem Kurs angefertigt hat. So bekommen die wesentlichen Aspekte des Lebensproblems immer deutlichere Konturen und es wird klar, welche Personen oder Faktoren des Themas aufgestellt werden müssen. Der Protagonist wählt dann aus der Gruppe StellvertreterInnen für seine Beziehungspersonen aus, die sich alle in einer Reihe aufstellen. Meist wählt man auch einen Stellvertreter für sich selbst. Dann berührt der Themenaufsteller sachte jeden Teilnehmer and den Schultern und führt so jedes Familienmitglied an einen Platz, der ihm intuitiv richtig erscheint. Wichtig ist dabei, innerlich gesammelt und ohne Worte nach dem Bild stellen, das sich im inneren Spüren erst während des Stellens ergibt, ohne dass man es dabei "vor sich sehen" muss. Vertrauen darauf, dass das unbewusste Bild beim Aufstellen für sich selber sorgt. Und sich selbst auch so stellen lassen. Auf diese Weise ergibt sich ein Abbild der Verwicklungen und verdeckten oder verheimlichten Zusammenhänge innerhalb des Familiensystems, wie man es durch keine andere Methode sonst erhält.
Nun verändert der Therapeut die Positionen, stellt die Familie nicht so, wie es im Problembild angezeigt ist, sondern so, wie es harmonisch und stimmig gewesen wäre. Meistens zeigt sich dann auch, wenn lösungswichtige Personen fehlen, etwa ein totgeborenes Kind, das in Vergessenheit geriet. Aus diesen Umstellungen entwickeln sich dann auch lösende Begegnungen und heilende Sätze im Familiensystem, die dann im Alltag heilsam weiterwirken werden.

3) Weitere wichtige Punkte beim Familienstellen

a) Welche Personen können und sollen bei der Aufstellung dabei sein?
Bei Aufstellungen ist es nicht notwendig, dass die ganze reale Familie teilnimmt, das wäre sogar kontraproduktiv, weil wohl die meisten "normalen" Familienmitglieder nichts mit dem Aufstellungsvorgehen anfangen können. Es reicht also, wenn nur eine Person teilnimmt, nämlich diejenige, die am betroffen ist und einen Lösungswunsch für sich hat ist von der Thematik und aufgeschlossen für diese Therapieform.
Für Kinder und ihre Problematik können die Eltern aufstellen, solange das Kind noch nicht etwa 16 oder 17 Jahre alt ist (hängt von der Entwicklungsstufe ab). Danach müsste ein Kind eigenverantwortlich aufstellen.
Wenn man eine Aufstellung macht, kann man aufgeschlossene Freunde oder Personen des Vertrauens mitbringen bei denen man sich sicher ist, dass sie aufgedeckte Zusammenhänge für sich behalten werden.
Partner-Aufstellungen, Beziehungsaufstellungen: Wenn der Partner aufgeschlossen ist für die Aufstellungsarbeit und absolut freiwillig mitkommt, ist es nur zu empfehlen, wenn der Partner bei der Aufstellung mitmacht. Er wird meist zu Beginn von einem Gruppenmitglied vertreten, dann aber zum geeigneten Zeitpunkt selbst in die Aufstellung hineingebracht und kann dann alle Bewegungen der Seele, die zu einer Beziehungsverbesserung führen, selbst miterleben.

b) Für Aufstellende und die Rollenspieler gilt: Sich von vorgefertigten Erwartungen und Forderungen an das Stellen (und an den Aufsteller und den Therapeuten) lösen. Die Dinge kommen nur in Fluss, wenn man sich einfach den wirkenden Energien hingibt und der Tiefenseele (in allen Beteiligten und im ganzen Kosmos) getraut wird. Diese Haltung kommt sehr treffend in einer Bemerkung Bert Hellingers zum Ausdruck:
"Wenn in einem Kurs Hilfe gelingt, ist es wie Gnade, sowohl für den Therapeuten als auch für den Klienten.
Die Forderung, daß der Therapeut helfen müsse, vielleicht sogar genau in dem Sinn, den man selbst bestimmt, hebt das,
was Geheimnis ist und Geschenk, auf eine Ebene des Machens und des Machbaren, mit dem Ergebnis,

daß die heilende Quelle versiegt." (Bert Hellinger 1988)

c) Die Aufstellung gelingt am besten, wenn sich alle in der Gruppe an Folgendes halten: Den Akteur, seinen Prozess, sein Bild achten, ihn mit gesammelter Anteilnahme begleiten und erst dadurch auch für sich selbst optimal von der Aufstellung profitieren. Wenn man nicht in einer Rolle aufgestellt wird: Trotzdem anwesend bleiben, als Beobachter am Spielfeldrand dem Aufsteller und seinem Prozess Energie durch Wachheit und eigene Präsenz zur Verfügung stellen.

d) Kontrollverlust? Die Rollenspieler behalten die Kontrolle über sich, auch wenn sie sich als sehr veränderte, andere Persönlichkeit empfinden. Das zeigt die Erfahrung aus allen Aufstellungen. Man kann also immer noch unterscheiden, was übernommen ist (wie etwa Weinen, Verzweiflung, Ängste, Zittern etc.) und was die eigenen Empfindungen sind (die während der Aufstellungszeit natürlich in den Hintergrund treten)

e) Am Ende der Aufstellung werden alle Beteiligten aus ihren Rollen durch spezielle Rituale entlassen. Falls ein Stellvertreter feststellt, dass eine Rolle an ihm oder ihr haften bleibt, müssen spezielle Maßnahmen getroffen werden, um wieder ganz ins Eigene zu kommen. Diese Rollenanhaftung ist aber sehr selten.

f) Wie wirkt eine Familienaufstellung?
Bei einer gelungen Aufstellung entwickelt sich ein Lösungsbild, wie es in der Familie "gut" gewesen wäre. Allein dieses Bild des Guten kann schon eine Erleichterung bei der aufstellenden Person, aber auch bei allen anderen Familienmitgliedern bewirken. Die Vergangenheit selbst kann ja nicht geändert werden, aber die Entdeckung, dass es in diesen scheinbar unlösbaren Situationen eine Lösung und Versöhnung geben hätte können, kann ein enormes Gefühl der Befreiung bewirken. Dieses Bild wirkt heilend und lösend  nicht nur auf den Aufsteller selbst, sondern - nach aller Erfahrung - auch auf seine unmittelbaren Familienangehörigen. Manchmal ist es so, dass einige der beteiligten realen Familienmitglieder, auch wenn sie nichts von der Aufstellung wussten, eine seelische Veränderung zum Guten hin erfahren. So können sich die in der Aufstellung herbeigeführten harmonischeren Beziehungen auch im Außen zeigen. Dafür gibt es aber keine Garantie, auch nicht für den Zeitrahmen, in dem das geschieht. Manchmal treten die heilsamen Veränderungen fast zeitgleich mit der Aufstellung ein, ein anderes Mal zeigen sich die Veränderungen viel langsamer und sanfter, oft auch über Monate hinweg.

g) Die Schweigepflicht aller gegenüber Außenstehenden in Bezug auf persönlich nachvollziehbare Daten und Schicksale ist selbstverständlich.

Seminare FamilienstellenVarianten des Familienstellens | Wie finde ich einen Familien-Aufsteller

Lotosspruch des Tages
Bitte die Blüte anklicken!

Protected by Copyscape Web Copyright Checker